Eigentlich denkt man ja: Sommer vorbei, Herbst da – das Thema Zucker auf der Weide sollte sich langsam erledigen. Aber dieses Jahr ist es etwas anders. Die lange Trockenheit hat das Wachstum im Sommer ordentlich ausgebremst. Das Gras stand da, konnte kaum wachsen und hat dabei Zucker eingelagert. Dann kam der Regen. Und mit Wärme und ausreichend Wasser hat das Gras plötzlich wieder richtig losgelegt. Fast wie im Frühling. Und jetzt kommen die kalten Nächte dazu. Teilweise schon einstellig. Das Spannende daran: Das Gras wächst nicht unter alen BEdingungen gleich schnell – Zucker kann sich dadruch weiter in der Pflanze halten. Deshalb schaue ich gerade bei meinen Beratungspferden ganz genau hin, wenn es um Weidegang und Grasmenge geht. Denn „Herbstgras“ ist nicht automatisch zuckerarm. Und eine schöne, satig grüne Weide sagt uns leider auch nicht, wie viel Zucker tatsächlich drinsteckt. Gerade für empfindliche Pferde lohnt sich deshalb aktuell ein genauer Bck. Lieber eine Stunde weniger Gras. Sicher ist sicher.
